O S S I G - Kreis Neumarkt

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O S S I G  

Der Ortsname:

1200 Osech-1267 Osek-1276 Ossek-1315 Ossecz-1350 Ossyk-1385 Ossik-1785 Ossig

Der weitverbreitete Ortsname ist tschechischen Ursprungs: osek oder osec bedeuted Aushau, Holzschlag, aber auch "umzaeunter Platz fuer das Vieh". Die Ossig, Osseg sind schlesische Hagendoerfer.

GEBURTAGSKINDER

6.6.23 Elisabeth Meyer geb. Reiprich - 85 Jahre

12.6.29 Klara Mutke

13.6.29 Gottfried Geisler

17.6.30 Margarethe Pagalies geb. Schmidt

18.6.27 Hildegard Andresen geb. Schmidt

FAMILIENSUCHE:

Adolf Seewald, * 22.11.1860 in Ossig.
gesucht werden Informationen von Almuth Sander

(siehe Informationen am Ende der Seite)

 

 

  

Kirche und Geschichte

Schon seit Jahrhunderten gruesst der Kirchturm von Ossig aus der Ferne, darum moechte ich auch hier beginnen.

Die Kirche in "Ossyk" wird zum ersten Mal in einem Notariats=Instrument des Dekanat Neumarkt aus der Zeit um 1350 erwaehnt. Einige Jahrzehnhte spaeter wird in einem Kaufbrief des Klosters Liebenthal von 1408 des Kirchlehns in Ossik gedacht.

Pfarrer Paul Feja, geb. 9.3.1871 in Namslau, war Pfarrer in Ossig vom 8.10.1918 bis zum 14.6.1944, gestorben an eben dem letztgenannten Datum. Die Aufnahme entstandt am 1.8.1927 auf dem Pfarrhof in Ossig. Mit dieser Kutsche fuhr Pfarrer Feja zu den Filialkirchen nach Metschkau, Neuhof und Weichenau, um dort in festgelegten Zeitabstaenden hl. Messen zu lesen. Sein treuer, zuverlaessiger Kutscher Hadamke immer bereit fuer den Pfarrer.

Ueber die Kirchengemeinde in Ossig liegen weitere Nachrichten aus der Zeit der Relegionsstreitigkeiten vor. Im November 1602 stirbt der Pfarrer Michael Denel, der noch zu Lebzeiten von der Aebtissin des Klosters Liebenthal als unklatholisch und deshalb als abgeschafft angeshen worden ist. Noch im November 1602 wurde der Ortsbehoerde in Ossig befohlen, keinen fremden sektischen Praedikanten, weder in die Kirche, noch auf den Pfarrhof zu lassen, sondern ueber der Verlassenschaft des Verstorbenen zu achen und betreffs der Seelsorge sich wegen Priestermangels einstweilen nach Bertholdsdorf zu halten/ Damit sich die Dinge nicht verschlimmern, zumal ein negativer Einfluss des benachbarten Adels zu befuerchten war, sollte die Pfarrei bald besetzt werden. Aber die Aebtissin, noch der Bischof von Muensterberg konnten bis zum Mai 1606 diese Aufgabe loesen.

Die vorgeschlagenen und teilweise auch schon am Ort taetigen Priester wurden zurueckgewiesen, nahmen andere angebotenen Stellen oder wurden mit bewaehrter Faust aus dem Ort gejagt. Dies alles schrieb man dem Einfluss eines Nachbarn der Gemeinde, Hans von Strackwitz zu, der ohne Genehmigung auf der Ortsgemarkung eine Muehle gebaut hatte und behauptete, er sei Herr des ganzen Dorfes und wolle keinen katholischen Priester. Da das Konzeptbuch des Klosters Liebenthal, dem diese Nachrichten entnommen sind, nicht ueber das Jahr 1606 hinaus gefuehrt worden ist, bleibt der weitere Verlauf um die Besetzung der Pfarrstelle in Ossig ohne Nachweiss.

Vermutlich ist waehren des Dreissigjaehrigen Krieges die Ossiger Pfarrkirche zerstoert und verwuestet worden. Auch daruber fehlen jedoch konkete Informationen.

Am zweiten Fasstensontag des Jahres 1526 werden die Katholiken aus Neuhof in die Pfarrkirche in Ossig eingepfarrt. Diese Kirchenspielzugehoerigkeit bleibt ueber mehr als 400 Jahre bestehen.

Ossig, Gut Nr. 4, Bes. G. Scholz, seit 1744

Nach einem Grundstuecksverzeichnis vom 19.April 1736, aus gestellt vom Gerichtsschulzen Friedrich Winter aus Weicherau, gehoert die katholische Kirche in Weicherau als Filialkirche zur Pfarrkirche in Ossig.

Das bleibt so, bis 1944 die Katholiken von Weicherau der kathl. Pfarrgemeinde Kostenblut angeschlossen werden.

SCHULKLASSE 1934

Schulkinder der kathl. Volksschule Ossig mit den Lehrern Kantor Antonh Hansel (links) und Lehrer Heinrich (rechts)

(SUCHE NAMEN DER SCHUELER)

Kaps sagt zu Ossig:
KB geführt seit
*1678, oo1748, +1747
aber alle vernichtet, über Auslagerungen nichts bekannt



Richter schreibt 1829 zu Ossig:

Oßig
----
Hierdurch führt die Breslauer Straße, 2 Meilen
von Striegau, im 4. P.D. [Polizei Distrikt], hat
1 kath. Mutterkirche (Ist 1745 wieder aufgebaut,
wahrscheinlich im 30jähr. Kriege ganz zerstört und
verwüstet worden, jedoch fehlen hierüber die Nachrichten)
mit Schindeln gedeckt, mit 800 Rthl. Vermögen und
1037 Rthl. Fund. Capit., wofür 26 Missa Cantata u.
10 Aniversaria jährl. verrichtet werden. Der Hauptstifter
ist der verst. Pfarrer Hr. Frz. wolf. Ferner Hoppe,
Brendel, Schwanz, Rauppach, Scholz, Stelzer, Ulbricht,
Hippauf, Walter, Benisch, Arnold und Reppich.
1 Pfarrwiethm. von 60 M. Fiskus ist Patron. 1 Pfarrh.,
1 kath. Schulh., (wiedr. neu 1789) 1 Erbscholtis. mit
1 Kretscham, Brau u. Brennerei, 17 große Bauerng.,
7 kleine, 10 Freig., 48 Häusl. incl. 1 Windmüller, (1761)
1 Brennerei u. 1 Schmidt, 31 Auszgsh., 1 Gemdeh.,
1 Brechh., 68 Ställe und Scheunen. Die 705 Einwohner
sind sämtlich katholisch.

Die Gesammtgröße ist 3861 M.(1813 u. 1828), davon ist
Ackerfläche 2904 M., Busch 351 M. u. 287 M. Wiesen.
Der Boden ist lehmig und sandig, ein Teil ist der
Ueberschwemmung ausgesetzt, zu 4,5 K. catastrirt.

Viehstand. 79 Pferde, 185 Kühe, 1290 halbvered.
Schaafe. Die Gemeinheitsth. ist 1828 eingeleitet.
Der Kirchhof ist am Orte, und 1828 ein zweiter außer
dem Dorfe ausgesteckt, der vorläufig noch nicht
benutzt, sondern als Acker vermiethet wird.

An Bränden. 1779 im Dec. das Bauerngut Nr.6, 1813 im Oct.
die Häuslerst. Nr. 40, 1815 das auszh. Nr. 33,
1823 d. 4. Aug. abends 11 Uhr durch Blitz das
Jos. Hilschersche Bauerngut Nr. 73.

An Gutsbesitzern. Bis zur Aufhebung das Jungfernstift
in Liebenthal. 1812 kaufte es die bauernschaft mit
der Jagtgerechtigkeit vom Fiscus für 39,450 Rthl.
Der Wirtschaftshof war die jetzige Besitzung des
Erbscholzen Hr. Steiner Nr. 1.

Justitiar. Kgl. Landgericht in Striegau. Pfarrer
Hr. Carl Jul. Kunze seit 1823. Schullehrer Hr. Carl
Stelzer seit 1798. Die Ortsgerichte bestehen aus
1 Scholzen und 2 Gerichtsleuten.

Unser Max Heinzel

Am 28.Oktober 1833 wurde in Ossig der spaetere Heimatdichter und ehemaliger Herausgeber  des "Gemittlichen Schlaesingers" Max Heinzel geboren.

Sein Vater war Gaertner,der mit seiner Familie im Unterdorf,ein kleines Haus bewohnte, das auf dem Grundstueck des spaeteren Hofes von Bernhard Steinig lag.

Nach dem fruehen Tode des Vates uebersiedelte Max Heinzel mit seiner Mutter 1837 nach Breslau, wo sich ein wohlhabender Onkel des begabten Knaben annahm. Er durfte bis zur Reifepruefung das Matthias Gymnasium besuchen. Die unweit der Viehweide gelegene Wohnung des Onkels bot ihm auch in der Grosstadt taeglich Gelegenheit zu freiem Ausflug in Feld und Wald.

Seine Angehoerigen sahen in ihm schon den zukuenftigen Pfarrherrn. Max Heinzel aber waehlte, nachdem er seiner frommen Mutter zuliebe dem Lieblingswunsch, Schauspieler zu werden, entsagt hatte, den Lehrberuf.

Eine Berufung als Leiter einer in Berlin neu gegruendeten Theaterzeitung beendete 1867 seine Erziehertaetigkeit und machte ihn zum Schriftsteller. Das Unternehmen scheiterte nach kurzer Zeit an der Mittellosigkeit des Verlegers. Fuer Max Heinzel folgten nun Redaktionstaetigkeiten an verschiedenen Provinzblaettern in Bromberg, Waldenburg, Ratibor, Neurode, Reichenbach und Schweidnitz. 1875 vermaehlte er sich in Neurode mit der aeltestens Tochter des Kreisschulinspektors Battig und  fand in seiner liebenswuerdigen Gattin eine treue Ratgeberin und Gehilfin. Ein hartnaeckiges Nerven- und Herzleiden zwang ihn 1886, die schwere Aufgabe eines Redakteurs aufzugeben und fortan nur noch vommErtrage seiner schriftstellerischen Arbeiten zu leben.

Durch Karl von Holtei ermutigt, widmete er Anfang der siebziger Jahre seine besten Kraefte der heimatlichen Mundart. Ausserdem gab er seit 1883 alljaehrlich seinen vortrefflichen Kalender, den "Gemittlichen Schlaesinger" heraus.

Schon schwerkrank verliess er 1898 sein trautes Heim in Schweidnitz, um den hundersten Geburtstag Karl von Holtei in Breslau als Festredner aufzutreten. Die Ehrung des Meisters gestaltete sich fuer Max Heinzel zu einem letzten Triumph. Als er vor Schluss der Feier den Schiesswerdersaal mit seiner Frau und der Tochter Else verliess, erhob sich die tausenkoepfige Menge und spendtete ihrem Lieblingsdichter den herzlichsten Abschiedsgruss.

Am 1. November 1898 erloeste in der als Gloeckner einst so ergreifend von ihm besungene Tod  von allen Leiden.

Der sterbliche Teil Max Heinzel's ist auf dem evangelischen Friedhof in Schweidnitz dem Mutterschoss der Erde zurueckgegeben. Zum hundersten Geburtstag wurde ihm in Ossig, seinem Geburtsort, eine besondere Ehrung durch die Einweihung eines Gedenklsteines zuteil. Leider hat dieses Denkmal, wie vieles andere mehr, die Nachkiegszeit nicht ueberlebt.

Wohl ab ist noch vielen Schlesiern das aus seiner Feder stammende, folgende Liede bekannt:

Nichts Lieb"res mocht ich finden wohl auf der weiten Welt,

wo ich frisch-froehlich aufschlug mein fluechtig Wanderzelt,

als dich, das mir die Seele mit Zauberfesseln band:

Mein Schlesien, mein schoenes, mein trautes Heimatland.

Nach deinen Bergen zog's mich, nach deinen gruenen Au'n,

zu deinen biedern Maennern, zu deinen holden Frau'n,

von dir, von dir nur traeum ich, wo still ich ging und stand:

Mein Schlesien, mein schoenes, mein trautes Heimatland.

Und neigt sich meine Sonne, verlischt ihr guelden Schein,

dir will mein letzt' Gebet ich in stummer Andacht weih'n,

dass Gott der Herr, dich schirme mit seiner gnaed"gen Hand:

Mein Schlesien, mein schoenes, mein trautes Heimatland.

Die landwirtschaftliche Betriebsstruktur

Als Gewerbe wurden 3 Gasthoefe, 2 Gemischwarenhandlungen, 1 Gefluegel- und Eierhandel, 2 Baeckereien,1 Fleicherei und 2 Muehlen betrieben. An Handwerksbetrieben gab es 2 Schmieden, 1 Stellmacherei, 2 Tischlereien, 2 Sattlereien, 1 Elektrowerkstatt, 1 Auto- und Fahrradwerkstatt, 1 Viehbeschneidung, 1 Korbmacher, 1 Dachdecker, 2 Schneider, 2 Schuhmacher und 1 Frisoer.

Ferner war Ossig Standort einer Strassenmeisterei und die Station der Dampfpfluggenossenschaft. Auch ein Arzt und eine Hebamme praktizierten im Orte.

Schon zu Beginn des 19. Jahrhundert hatten Ossig und Neuhof gemeinsam eine freiwillige Feuerwehr.

Stolz praesentiert sich die Familie Petrausch vor der Neumuehle. Das Photo zeigt die Grosseltern von Manfred Petrausch sowie seinen Onkel Georg als Baby.                                   

Berthold    Petrausch  Müllermeister  in der Aumühle um 1910
                    Franziska   Petrausch  gebr. Nentwig

List of items 

                                      Karte 1:                                                   Karte 2:

Kirche u. Dorfeinf,Hein's Gasthof,Pfarrhaus,Oder's Gasthaus*Rainhold Hoffmann Gasthaus, Doktor Villa,Ort,Villa Schulz

  • Besitzverhältnisse der Ackerflächen

    Im Einwohnerverzeichnis sind in Spalte 4 die zu den Bauernhöfen und Hofstellen gehörenden landwirtschaftlichen Nutzflächen angegeben. Im Plan der Feldmark Ossig ist im Bereich der Ackerfläche die Haus-Nummer des jeweiligen Hofes eingetragen. Ferner sind die Besitzverhältnisse der Feldwege, in unserer Heimatregion "Trieb" genannt, aufgezeigt.

                                             

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  • Die Einwohner der Gemeinde      
  • Haus-Nr.          Familienname      Vorname      Beruf und Anmerkungen               Personenzahl
  • Ereignisse der Jahre 1945 / 46
  • Die Einnahme des Ortes durch russische Truppen erfolgte am 12. Februar 1945. Bereits am 9. Februar 1945 war im Oberdorf fuer kurze Zeit ein Spaehtrupp aufgetaucht.
  • Wegen Meinungsverschiedenheiten ist kein geschlossener Fluchttreck aufgebrochen. Einzelne Gruppen konnten aber noch rechtzeitig den Ort in Richtung Riesengebirge verlassen. Der groesste Teil der Bevoelkerung fiel aber mit den gepackten Treckwagen den Russen bei der Besetzung des Ortes in die Haende und hatte die Schreckenherrschaft bis zum Kriegsende zu ertragen. Waehrend der letzen Kriegswochen musste Ossig wegen der Frontnaehe geraeumt werden. Die in der naeheren Umgeung ungegrachten und die noch rechtzeitig gefluechteten Ossiger kehrten bis Mai 1945 zurueck nach Ossig. Der Polentreck, der am 24. Juni 1945 aufbrechen musste und der nach etwa 10 Tagen wieder zurueckgekehrt war, kam bis in die Gegend bei Haynau.
  • Die endgueltige Vertreibung erfolgte am 9. Juni 1946 nach Hameln, am 10. Juni 1946 nach Diepholz, am 5.Oktober 1946 nach Hannover und am 17.Oktober 1946 nachZittau/Sachsen mit Verteilung u.a. nach Olbernhau/Erzgebirge.

 

  • Wir gedenken der Kriegs- und Vertreibungsopfer

FAMILIE KLOSE, SEEWALD, WURST, VOGEL UND GROSSERN

von Almuth Sanders

2009-05-29

Im Zusammenhang mit der SEEWALD Forschung handelt es sich um:
ANNA KLOSE
* 26.10.1856 in Wuerben Kreis Striegau
! 15.04.1935 in Ossig Kreis Neumarkt
oo mit ADOLF SEEWALD (* 19.12.1856 in Ossig, ! 30.11.1929 in Ossig)
Eltern beiderseits unbekannt.

Eine andere Verbindung zur SEEWALD Familie ist
MARIA WURST
* 26.05.1899 in Sablath- Graebendorf Kreis Neumarkt
! 28.10.1978 in Falkenstein
oo mit Alfred SEEWALD (Sohn von Anna KLOSE) (* 27.12.1894 in Ossig ! 18.12.1977 Rempesgruen)


Dann der Name KLOSE In meiner VOGEL Verbindung:
Johanne Juliane KLOSE
* 17.11.1836 in Hochkirch Kreis Liegnitz
! 24.09.1917 in Neu Zedlitz Kreis Witkowo /Posen
oo  ca 1858 mit
WILHELM AUGUST VOGEL
* 15.09.1833 in Kaudewitz Kreis Jauer
! 12.01.1901 in Malitsch Kreis Liegnitz.

Familie VOGEL: http://www.vogelcan.de/