ERLENHAIN, SCHWEINITZ- KREIS NEUMARKT,Pfarrer Spittler,Lehrer Dittmann,Ehrlich, Paetzold, Scheloske, Scholz, Steinig, Kluge, Schiller, Becker, Jonscher, Koch, Menzel, Weiser, Reinhard, Oswald, Opitz, Priems, Buchwald, Ahrens, Hohl, Pyrosch u.a. Einwohner
Erlenhain und Schweinitz - Kreis Neumarkt
Wolfgang R. Thun und Inge Paetzold, April 26, 2006 4:00 AM PST
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Pfarrhaus um 1900
Notiz:
Hallo Wolfgang. Zu deiner Frage: Du wolltest wissen, was es alles bei Scholzes zu kaufen gab. Es gab Lebensmittel, Getränke, Bekleidung, Schuhe sowie Süßigkeiten und Spielsachen. Wenn man in den Laden kam, standen auf dem Verkaufstresen 10 große Gläser mit verschiedenen Bonbons auch Brausebonbon, die lose oder in Papier eingewickelt waren. Sie wurden mit einer kleinen Schaufel herausgenommen und in einer Papiertüte verkauft. Ein Regal und ein großes Glas mit Schokolade stand da auch. Es gab auch Negerküsse.Wenn Eltern einkauften ,bekamen die Kinder von den Süßigkeiten etwas umsonst. An Getränken gab es Limonade, Brause und Wein. Im Laden stand ein großes Fass mit Wein, der beim Kauf in Flaschen abgefüllt wurde. Im Keller war ein großes Weinlager. Ein Schlachter von außerhalb lieferte Ringelwurst und Fleisch. Die Ringelwurst war so beliebt, dass ein Mann immer aus Erlenhain kam und Sie gleich im Laden verspeiste. Sämtliche Lebensmittel und Gemüse für den täglichen Bedarf gab es zu kaufen sowie Gurken, Würstchen und Senf im Glas. Milch wurde von Steinig mit dem Trecker gebracht. Im Haus nebenan war die Bäckerei. Bekleidung gab es für Kinder und Erwachsene sowie auch Schuhe in allen Größen. Jedes Jahr zu Weihnachten wurde das Schaufenster mit Spielsachen geschmückt. Nun lieber Wolfgang, ich hoffe ,ich konnte Dir etwas helfen und verbleibe mit den besten Grüßen Bernhard. Übrigends in den Körben kamen nur verschiedene Verkausgegenstände hinein. |
Weihnachten beim Kaufmann Troska:
Die Weihnachtsfeiern wurden immer mit den Eltern Elisabeth und Berthold Steinig, sowie den beiden Kindern Inge und Bruder Hans und dem Dienstmädchen Gertrut Hahn gefeiert. Um 18.00 Uhr wurde die Gaststätte geschlossen. Nach dem Abendessen war die Bescherung unter dem Weihnachtsbaum, der entweder in rot oder weiß geschmückt war. Dann wurden die Geschenke verteilt. Die Tochter bekam mal ein Puppenhaus, im nächsten Jahr eine Puppe. Dann wieder mal Möbel für das Puppenhaus und auch einen kleinen Ofen der mit Brennspiritus gefeuert wurde. Man konnte auf dem Ofen sogar Wasser kochen. Für den Sohn gab es einmal eine große Ritterburg. Aber sonst normale Spielsachen, wie Holzeisenbahn, kleine Autos, Bausteine usw. Selbstverständlich gab es für Inge und Hans auch Stricksachen, Strickjacke, Pullover, Socken, Handschuhe und Mütze. Danach ging es zu Fuß zur Christmette.
Troska’s Warenhandlung und Schankwirtschaft.
Dieser Kaufmannsladen war ein reiner Tante-Emma-Laden.
Auch hier gab es alles an Lebensmitteln, Spielzeug sowie auch Kleinkram, unter anderem Knöpfe, Gummibänder, Zwirn, Glühbirnen, Batterien usw. für den täglichen Gebrauch zu kaufen.
Im Laden war auch eine Gaststätte wo es Bier, Schnaps und Brause gab. Während des Krieges durften Franzosen und Belgier nicht in die Gaststätte hinein. Sie konnten nur draußen vor der Gaststätte trinken.
Einmal in der Woche gab es eine Frauenschaftsversammlung.
Hier wurden für die Wehrmacht Schals, Socken, Handschuhe und Ohrenschützer gestrickt. Dabei wurden auch immer die neuesten Nachrichten ausgetauscht und dabei Kaffee getrunken. Für den Kaffee brachten die Frauen immer ihre eigene Sammeltasse mit.










