ERLENHAIN, SCHWEINITZ- KREIS NEUMARKT,Pfarrer Klehr und Spittler,Lehrer Dittmann,Ehrlich, Paetzold, Scheloske, Scholz, Steinig, Kluge, Schiller, Becker, Jonscher, Koch, Menzel, Weiser, Reinhard, Oswald, Opitz, Priems, Buchwald, Ahrens, Hohl, Pyrosch u.a. Einwohner
Erlenhain und Schweinitz - Kreis Neumarkt
Wolfgang R. Thun und Inge Paetzold, April 26, 2006 4:00 AM PST
KONTAKTADRESSE: wolfusa2000@netzero.com
GAESTEBUCH
hier...
http://gb.webmart.de/gb.cfm?id=1191839
Pfarrhaus um 1900

Weihnachten beim Kaufmann Troska:
Die Weihnachtsfeiern wurden immer mit den Eltern Elisabeth und Berthold Steinig, sowie den beiden Kindern Inge und Bruder Hans und dem Dienstmädchen Gertrut Hahn gefeiert. Um 18.00 Uhr wurde die Gaststätte geschlossen. Nach dem Abendessen war die Bescherung unter dem Weihnachtsbaum, der entweder in rot oder weiß geschmückt war. Dann wurden die Geschenke verteilt. Die Tochter bekam mal ein Puppenhaus, im nächsten Jahr eine Puppe. Dann wieder mal Möbel für das Puppenhaus und auch einen kleinen Ofen der mit Brennspiritus gefeuert wurde. Man konnte auf dem Ofen sogar Wasser kochen. Für den Sohn gab es einmal eine große Ritterburg. Aber sonst normale Spielsachen, wie Holzeisenbahn, kleine Autos, Bausteine usw. Selbstverständlich gab es für Inge und Hans auch Stricksachen, Strickjacke, Pullover, Socken, Handschuhe und Mütze. Danach ging es zu Fuß zur Christmette.
Troska’s Warenhandlung und Schankwirtschaft.
Dieser Kaufmannsladen war ein reiner Tante-Emma-Laden.
Auch hier gab es alles an Lebensmitteln, Spielzeug sowie auch Kleinkram, unter anderem Knöpfe, Gummibänder, Zwirn, Glühbirnen, Batterien usw. für den täglichen Gebrauch zu kaufen.
Im Laden war auch eine Gaststätte wo es Bier, Schnaps und Brause gab. Während des Krieges durften Franzosen und Belgier nicht in die Gaststätte hinein. Sie konnten nur draußen vor der Gaststätte trinken.
Einmal in der Woche gab es eine Frauenschaftsversammlung.
Hier wurden für die Wehrmacht Schals, Socken, Handschuhe und Ohrenschützer gestrickt. Dabei wurden auch immer die neuesten Nachrichten ausgetauscht und dabei Kaffee getrunken. Für den Kaffee brachten die Frauen immer ihre eigene Sammeltasse mit.
NEU> Auf den Bildern von der Hochzeit
SCHWEINITZ MIT ERLENHAIN
Die Gemeinde mit zuletzt ca. 440 Einwohnern und 952 ha Land liegt 14 km suedlich von Neumarkt. Schweinitz und Erlenhain waren bis 31.3.1938 selbststaendige Gemeinden. Die Doerfer werden daher getrennt beschrieben.
Schweinitz ist ein in Nord-Sued-Richtung angelegtes Angerdorf und liegt an der Kreisstrasse Neumarkt-Rackschuetz-Kanth. Die Strasse macht unterhalb der in der Ortsmitte gelegenen Kirche einen Knick in oestlicher Richtung.Die Ortshoehe steigt vom Norden mit 145 m ueber NN zur Ortsmitte auf 149 m an und ergibt im Winter auf den kleineren Wegen in der Dorfmitte herrliche "Schlittenbergel", Das Gelaende ist leicht wellig und besteht ueberwiegend aus mittelschwerem Ackerland.
1245 wird das Dorf, damals "Zuidnica", erstmals als Bistumort urkundlich erwaehnt. 1303 heisst der Ort "Swidnitz" und erst 1322 "Polnisch Swidnitz". Der Ortsnahme wird von tschechisch "svid" und polnisch "swidwa" = Hartriegelbaum, Dirlitze abgeleitet. Die zum Aerger der ausnahmslos deutschen Bevoelkerung bis in unser Jahrhundert erhaltene gebliebene Beifuegung "polnisch" ist u.a. wohl zur Unterscheidung zum anders besiedelten Nachbardorf Tschechen entstanden und spaeter zur Unterscheidung von der ca. 50 km entfernten Stadt Schweidnitz erhalten geblieben. Schweinitz hat darum auch in unseren Tagen stets "Schweinitz bei Kant" geheissen.
1348 erwarb der Breslauer Bishof die "obersten Rechte" ueber das Dorf. 1353 hat Schweinitz 32 Hufen Land, wovon 3 dem Schulzen. 3 dem Pfarrer und 26 zinspflichtigen Bauern gehoeren. Daran ist erkennbar, dass hier nach deutschem Muster besiedelt wurde. Die Grundherrschaft des Bischofs, bzw. des Domkapitals, bleibt bis zur Saekularisation im 19. Jahrhundert erhalten.
1786 hat Schweinitz 1 kath/ Schule, 1 Pfarrhaus, 1 Schule, 1 Kretscham, 1 Windmuehle, 1 Freigut (wohl die Scholtisei), 9 Dienstbauern und 9 Freigaertner; insgesamt 219 Einwohner.
1845 gehoert die Scholtisei der Familie von Wilamowitz-Moellendorf. Ausserdem sind u.a. 8 Bauerngueter, 11 Freistellen, 1 Schmied und 1 Hirtenhaus vorhanden.
Schweinitz hat jetzt 326 Einwohner.
EHRENWACHE VOR DEM DENKMAL FUER DIE GEFALLENEN
VOR DER KIRCHE
(In der Mitte mit dem Faehnchen, Inges aeltester Bruder, ganz rechts Cousin Bernhard)Mit Namen kann ich nur meine Cousins Gerhard und Walter sowie meine Cousine Inge Paetzold nennen.
Auf dem Bild vor der Kirche mit den Kindern stehe ich ganz rechts.
Das waren wohl auch meine Spielkameraden. Ich war zu dieser Zeit 5 Jahre alt und weiß leider die Namen der anderen Kinder nicht mehr.
Zu dieser Zeit waren im Gasthaus im Saal bei meinen Großeltern Scheloske - wo sonst Feste gefeiert wurden - Franzosen und Belgier untergebracht.
Die Kriegsgefangenen wurden bei den Bauern als Arbeitskräfte eingesetzt.
So hat auch ein Franzose bei Scheloskes, die auch einen Bauernhof hatten, gearbeitet.
Es war eine Selbstverständlichkeit, dass der Franzose mit uns zusammen gegessen hatte. Wenn es Klöße gab war er immer ganz begeistert. Dann sagte er immer: „Klöße schmecken egal wie Fleisch.“ Dann kamen die Russen und wir mussten 1946 unsere Heimat verlassen.
Mein Wissen über den Kaufmannsladen Scholz und Troska’s Wahrenhandlung habe ich von den beiden netten und sympathischen Frauen, denen der Laden gehörte und die mir auch alles erzählt haben erfahren. Dank noch mal an Frau Geldmacher (geb. Scholz) und Frau Inge Markowska (geb Steinig ).VOR DER SCHULE
Es wurden bis jetzt folgende Kinder erkannt:
Oberste Reihe, zweiter von links muesste Bernhard Scheloske (1923) sein.
In der 1. Maedchenreihe von links:
4. Maedchen von links Liesel Scheloske, 6. Maedchen von links Kaethel Scheloske
Auch in unserer Zeit war Schweinitz ein reines Bauerndorf. Von der Scholtisei war ein Teil des Landes abgetrennt und wurde vom Rittergut Baudis-Meesendorf, wo die Familie Wilamowitz jetzt den Familiensitz hatte, mitbewirtchaftet. Die Scholtisei war mit 78 ha. Land dennoch der groesste Hof. Ausserdem gab es
1 Hof mit ca. 65 ha Land - 2 Hoefe mit ca. 45-50 ha Land - 5 Hoefe mit 16-30 ha Land und 10 kleinbaeuerliche Betriebe mit 4-14 ha Land. Einige Handwerker und Arbeiter, die vorwiegend im Baugeschaeft Toepler in Kanth beschaeftigt waren, hatten kleinere Nebenerwerbsflaechen.
Die zur Scholtisei gehoerende Kirschaellee an der Kreisstrasse war verpachtet. Damals gab es in der gegend um Kanth so reichliche Kirschernten, dass taeglich 2 Waggons voll Kirschen vom Bahnfof Kant nach Breslau oder Berlin transportiert wurden. Die Milch wurde zur Molkerei Kanth geliefert und die Zuckerrueben wurden nach Dietzdorf, bzw. zur Niederlage nach Rackschuetz gebracht.
http://www.dokumentyslaska.pl/Regesten/Reg%20num/4600-5278/sr%204870%20h.html
Prozess-Dokument aus dem Jahre 1329
welches auch die Abgaben an die Kiche aufzeigt
o. J. o. T. o. O.
1329.
Der Pfarrer Jakob von Semydrozicz (Schöbekirch) führt in seinem Prozess mit dem Pfarrer von Kostenblut als Zeugen Peter gen. Wlossin und Paulus Jeze vor, die unter Eid folgendes aussagen: Peter gen. Wlossin, 50 Jahr alt, bekennt, einen Garten zu Sch. zu besitzen. Die Zehnten gehörten mit Recht der Kirche zu Sch., weil er sie mit eigenen Augen durch die Pfarrer von Sch. ohne Widerspruch eines Dritten habe einfahren sehen. Die Zehnten wären frei und, man gab sie den Kirchen, welchen man wollte, entweder nach Polnisch-Schweinitz, nach K. oder wohin man wollte. Zur Zeit der Ernte hätte man den Priester, welchem man die Zehnten geben wollte, verständigt, damit er käme und die Zehnten bezeichnete. Dieser bezeichnete sie, und nachdem sie eingesammelt waren, schickte er den Hafer für die Töchter der Eibherren zur Bereitung einer Schminke, die auf polnisch crupicze genannt wird; dies hätte er mit eigenen Augen gesehen. Es wären dies die Fräulein Sophia und Gerga, Töchter des Herrn Panczlaus, Erbherrn zu Sch. gewesen; der Priester, welcher den Hafer dazu gegeben hätte, hiesse Heinrich, Pfarrer zu Polnisch-Schweinitz. Zum Gottesdienst gingen einige nach (Polnisch-)Schweinitz, einige nach K., und so wurden sie auch beerdigt. Der Gründung der Kirche zu Sch. erinnere er sich nicht gut, ebensowenig auch der früheren Pfarrer. Wegen der Freiheit der Zehnten wisse er, dass Panczslaus, Radak und Simon gegürtete Ritter waren und deshalb ihre Zehnten freiwillig gaben. Auf welcher Gewohnheit dies beruhe, wisse er nicht. Frei aber hätten sie diese Zehnten gegeben, und diese lägen innerhalb der Grenzen der Parochie zu Sch., zu welcher sich auch die Bewohner von Sch. mit den Sakramenten und dem Gottesdienst seit Gründung der Kirche gehalten hätten. Frei hätten der jetzige Pfarrer und seine Vorgänger die Zehnten erhalten, wie die ganze Gegend wisse, von irgend einer Zahlung an den Pfarrer zu K. wüsste er nichts. - Paul Jez von Polnisch-Schweinitz sagt aus, dass er sich sehr gut noch der Kanonisation der hl. Hedwig erinnerte und zwei Hufen hätte; die Zehnten wären ohne Hinderniss eingenommen worden, so von den ehemaligen Pfarrern Konrad und Peter von Sch. Frei gab man sie bisweilen nach Polnisch-Schweinitz, bisweilen nach Neperin (Nippern), aber niemals gab man sie manipulatim, sondern triturate, wie er dies mit seinen Augen gesehen hätte. Ob sie jemals wegen dieser Zehnten vor der Gründung der Kirche zu Sch. gemahnt worden wären, wisse er nicht, ebensowenig auf welcher Freiheit dies beruhte. Die Zehnten lägen innerhalb der Grenzen der Parochie von Sch., und nirgends anders hörten die Bewohner daselbst den Gottesdienst. Vom Hörensagen wisse er, dass Johann, Bischof von Breslau, diese Zehnten der genannten Kirche zu Sch. zugeschrieben hätte etc.
Prozessrotulus des Vincenzstifts v. J. 1329 etc.
Codex Diplomaticus Silesiae, Bd. 22, 1903; Regesten zur schlesischen Geschichte, 1327 - 1333. Herausgegeben von C. Grünhagen und C. Wutke.
- DIE EINWOHNER
- S C H W E I N I T Z
- HAUSNR. FAMILIENNAME VORNAME BERUF UND ANMERKUNGEN
- 2 Lindner Alwin Bauarbeiter, Arbeiterwohnhaus, Kosmahly Nr.3
- Kahl Martin Melker
-


- 5 Steinig Alfons Bauer, Flaeche 49,5 ha
- Steinig Anna Auzueglerin
- Wiesner Marta Auszueglerin
- Sommer Karoline Rentnerin
- 7 Jonscher Hans Fleischer, Mietwohnhaus Opitz Nr. 6
- Wojtalla Konrad Strassenbahner a.D.
- 8 Otto Arbeiterwohnhaus Gerstmann Nr. 43
- 9 Steing Bruno Bauer, Flaeche 16,2 ha
- 10 Kiefer Richard Tischler, 1 ha Land
- Vogt Johanna Rentnerin
- 11 Domni Paul Arbeiter, Arbeiterwohnhaus Steinig Nr. 5
- 12 Dittmann Walter Lehrer, Schule
- 13 kathl. Pfarrkirche
- 14 Scholz Rudolf Kaufmann, Gemischwarenhdlg.+Postagentur,Tel.66
- Notiz:
Hallo Wolfgang. Zu deiner Frage: Du wolltest wissen, was es alles bei Scholzes zu kaufen gab.
Es gab Lebensmittel, Getränke, Bekleidung, Schuhe sowie Süßigkeiten und Spielsachen.
Wenn man in den Laden kam, standen auf dem Verkaufstresen 10 große Gläser mit verschiedenen Bonbons auch Brausebonbon, die lose oder in Papier eingewickelt waren. Sie wurden mit einer kleinen Schaufel herausgenommen und in einer Papiertüte verkauft. Ein Regal und ein großes Glas mit Schokolade stand da auch. Es gab auch Negerküsse.Wenn Eltern einkauften ,bekamen die Kinder von den Süßigkeiten etwas umsonst. An Getränken gab es Limonade, Brause und Wein. Im Laden stand ein großes Fass mit Wein, der beim Kauf in Flaschen abgefüllt wurde. Im Keller war ein großes Weinlager. Ein Schlachter von außerhalb lieferte Ringelwurst und Fleisch. Die Ringelwurst war so beliebt, dass ein Mann immer aus Erlenhain kam und Sie gleich im Laden verspeiste. Sämtliche Lebensmittel und Gemüse für den täglichen Bedarf gab es zu kaufen sowie Gurken, Würstchen und Senf im Glas. Milch wurde von Steinig mit dem Trecker gebracht. Im Haus nebenan war die Bäckerei. Bekleidung gab es für Kinder und Erwachsene sowie auch Schuhe in allen Größen. Jedes Jahr zu Weihnachten wurde das Schaufenster mit Spielsachen geschmückt.
Nun lieber Wolfgang, ich hoffe ,ich konnte Dir etwas helfen und verbleibe mit den besten Grüßen Bernhard.
Übrigends in den Körben kamen nur verschiedene Verkausgegenstände hinein.
Weihnachten beim Kaufmann Scholz:
In den Kriegsjahren wurde Weihnachten mit der Mutter, den Kindern und der Oma Kluge,
die oben im Haus wohnte, gefeiert. Opa Kluge verstarb 1942. Der Vater war nur einmal während des Krieges an Weihnachten zu Hause. Abends gab es ein großes Festessen mit Kaninchen, Klößen und Rotkohl. Danach war die Bescherung. Für das Mädchen gab es meist ein neues Kleid und für die Jungen Hose oder Pullover. Dazu noch Socken, Handschuhe und Mützen, die Oma Kluge vorher gestrickt hatte. Da es im Winter viel Schnee gab, wurde nach der Bescherung draußen Schnee gefegt. Um 23.00 Uhr ging man zur Christmette. In der Kirche war es immer sehr kalt, denn Heizung gab es nicht.
1942 erschien sogar einmal abends das Christkind. Es hatte ein weißes Kleid an und auf dem Rücken 2 Flügel. Auf dem Kopf trug es eine Krone. Es kam nie heraus, wer diese hübsche Dame war.
- Neuschrank Emil Rentner
- 15 Steinig Martha Haus- und Baeckereibesitzerin, Baeckerei
- Hanke Baeckermeister
- 16 Loesche Fritz Landarbeiter, Arbeiterwohnhaus Scholz Nr. 1
- Schreiber Paul Landarbeiter
- Ruediger Berta Rentnerin
- 17 Sommer Alfred Schmied, Mietwohnhaus
- Buchwald Otto Arbeiter
- Buchwald Richard Korbmacher
- 18 Lindner Artur Nachtwaechter, Mietwohnhaus
- Koch Josef Schlosser
- 19 Hesse Paul Landwirt, Flaeche 8 ha
- Lorenz August Auszuegler
- Jaensche Maria Witwe
- 20 Stober Richard Maurer
- HEINRICH, ANNA UND IDEL Ida Maroke geb. Becker
- 21 Kozika Robert Schuhmacher, Schuhmacherei
- Menzel Bernhard Bauarbeiter
- Kuerzel Alfred Arbeiter
- Oswald Karl Arbeiter
- Reinert Karl Arbeiter
- 23 Buchwald Mietwohnhaus Steinert Nr. 41
- 24 Kozika Peter Haeusler
- 25 Getreidespeicher
- 26 Jung Elfriede Landwirtin, Flaeche
- Jung Emma Landwirtin
- Engel Ernst Arbeiter
- 27 Leisner Otto Arbeiter
- 28 Fendesack Karl Bauer, Flaeche 23 ha
- 29 Weiser Paul Zimmermann
- Pierasch Robert Arbeiter
- Steinig Maria Auszueglerin
- Lehmann Karl Arbeiter
- Pruems Josef Melker
- 32 Spittler Josef Pfarrer, kathl. Pfarrhaus
- 33 Arens Antonius Landwirt, Flaeche ca 15 ha
- Weiss Eugen Auszuegler
- Troske Thomas Landwirt
- 35 Wirtschaftsgebaeude
- 36 Giersich Hermann Landwirt, Flaeche 5 ha
- 37 Bucksch Paul Landwirt, Flaeche 5 ha
- Kluge Auguste Witwe
- 38 Friedrich Karl Landwirt, Flaeche 9 ha
- Daetwyler Erich Melker
- Gempke Josef Dachdecker
- 39 Langer Maria Haeuslerin
- Loesekrug August Schuhmacher
- Winkler Berta Rentnerin
- 40 Steinig Paul Bauer, Flaeche 21,3 ha
- 41 Steinert Klemens Schuhmachermeister, Schuhmacherei
- 42 Knorn Richard Zimmermann
- Scheibel Bernhard Arbeiter
- 43 Gerstmann Waldemar Bauer, Flaeche 45 ha Tel 45
- Drechsler Fritz Ackerkutscheer
- 44 Teuber Emil Landwirt, Flaeche 5 ha
- 45 Kozika Richard Zimmermann
- Hartrumpf Paul Arbeiter
- Hohl Paul Arbeiter
- Lorenz Martin Arbeiter
- 46 Kluge Richard Zimmermann
- Diedler Richard Tiefbauarbeiter
- 47 Steinig Robert Schmiedemeister, Fl. 3,25 ha, Schmiede
- Om Muttersgroabe
- Mei Mutterla, wie uffte
- Rief iech als Kind nooch dir
- Und immer, eh"b iechs huffte,
- Koamst du und soahgst nooch mir.
- Doo woar kee Mensche geschwinde,
- Mei Mutterla, wie du,
- Gingst du demm lieba Kunde
- Mit Root und Hilfe zu.
- Woas huste doch ferr Surga
- Dir staets uem miech gemacht,
- Iech rief diech frueh om Murga,
- Iech rief diech ei derr Nacht.
- Doch waellt iech jitz diech ruffa,
- Wie iech als Kind diech rief,
- Derf nich uff Antwort huffa,
- Dei Schlaf ies viel zu tief.
- Ernst Schenke
-und weitere Bilder der Scheloske/Paetzold-Familie
Pionier (noch Mannschaftsdienstgrad)verm. Niederschl. Pionier Bataillon Nr.5 Glogau - das Identifizierungsmerkmal sind die schwedischen Aermelaufschlaege, die 2 Knoepfe nebeneinander und die schwarze Paspelierung 
VIZEFELDWEBEL FRANZ SCHELOSKE IN DER FELDUNIFORM 1916 TRAEGER DES EISERNEN KREUZES II. KLASSE
Dann Franz Scheloske mit seiner Frau Martha geb. Schiller (meine
Großeltern mütterlicherseits),der Bauer und Gastwirt war. Mit Stolz traegt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und die Kaiser-Wilhelm I Gedaechnismedaille zu dessen 100. Geburtstag. Das Photo wurde 1936 aufgenommen.
Die Inge mit ihren Bruedern + Die Scheloske Kinder Bernhard, Liesel und die Kaethel
Oma Martha Scheloske geborene Schiller aus Rommenau.

- BIERE DIE HIER AUSGESCHAENKT WURDEN...
- GRUESSE AUS SCHWEINITZ


- Die Postkarte zeigt oben links die Familie Wiesner- oben rechts die Scholtisei
- unten links die Kirche und rechts das Pfarramt
Sie stammt aus dem Jahre 1910.
Ich vermute, daß es die Familie Wiesner ist, die vor dem Haus abgebildet ist. Denn später (zu unserer Zeit) war es Rudolf Scholz, Gemischtwarenhandlung und Postagentur. Beim nächsten Besuch werde ich mal nachschauen, wie heute dies Haus aussieht. Und auch ob die „Scholtisei“ noch steht.

Georg Paetzold mit seinem aeltesten Sohn, dem Lehrer Erich
Vielen Dank Inge fuer die schoenen Aufnahmen.
ERLENHAIN -
bis 1936 "Tschechen", liegt etwa 1 km suedlich der Kreisstrasse und wstlich von Schweinitz, Nordoestlich des in Nord-Sued-Richtung angelegten Dorfes mit dem in der Mitte liegendem Dominium befinden sich ca. 2 ha. Wiesen - und Waldgelaende, dem das Dorf seinen neunen Namen verdankt. In diesem "Erlenhain" ist das Quellgebiet der "Glanzbach", die hier nie zufiert und weiter nach Osten fliesst. Das Gelaende faellt innerhalb der Gemarkung vom Westen an der "Hochstrasse" mit 166 m ueber NN auf 154 m im Dorf und 146 m an der oestlichen Gemarkungsgrenze. Es handelt sich um Endmoraenengebiet, das mittelschweren, ueberwiegend lehmhaltigen Sandboden enthaelt, auf dem intensiver Ackerbau betrieben wird.
Hauptsaechlich werden Kartoffeln (35%) und Getreide, aber auch Zuckerrueben angebaut.
1253 wird das Dorf, damals "Chechi", urkundlich als dem Vinzenzstift Breslau gehoerend, erstmals erwaehnt. 1272 erhaelt der Abt das Recht, "Schech" zu deutschem Recht auszusetzen. Der Ortsname bezieht sich wahrscheinlich auf aus Tschechen (poln.czech) eingewanderte Boehmen. Um 1300 spricht man in d er Neumarkt con "Czecho, dem Boehmen", bzw. von einem Adelsgeschlecht Boehme. Wahrscheinlich sind die so slawisch klingendenund den deutschen Bewohnern so aergerlich erscheinenden Namen der beiden Doerfer anfangs scherzend-rivalisierend gebraucht worden und haben sich dann eingebuergert. - 1328 verpfaendet Herzog Heinrich VI., "all seine Rechte" ueber das Dorf an Tylo von Seidlitz, der einige Jahre spaeter auch in Bausdis genannt wird, 1353 hat das Dorf 18 Hufen Land, von denen 2 dem Schulzen und 16 zinspflichtigen Bauern gehoeren. Das ist auch aehnlich wie in Baudis.
1356 wird Tschechen zugunsten des Vinzenzstift in dem zu deutschem Recht ausgesetzen Dorf die herzoglichen Oberrechte aus. Die gleichen Rechtsverhaeltnisse bestehen noch 1786.
Unter der Grundherrschaft des Vinzenzstiftes gibt es 1 Kretscham, 1 Lehngut, 4 Freigaertner und 4 Dreschgaertner, insgesamt 66 Einwohner.
Die Besitzer des Lehngutes wechseln oft. 1793 gehoert es Karl Schaubert/ 1845 hat Tschechen 160 Einwohner. Ausser dem Lehngut ist jetzt auch eine Scholtisei vorhanden.
In unserer Zeit war das Dominium mit 222 ha Land seit 1913 im Besitz der Familie Saft. Der letzte Besitzer Landwirt Bruno Saft, wirtschaftete gemeinsam mit Inspektoren. Betreibsschwerpunkte waren Milchwirtschaft, Schweinezucht und -mast Saatgutwirtschaft und Zuckerruebenanbau. Zur Erbscholtisei gehoerten 78 ha Land. Ausserdem gab es 3 baeuerliche Betriebe mit 15-25 ha Land und 2 Stellenbesitzer mit 8-10 ha Land. Gasthaus und Dorfschmiede waren kombiniert.
1936 hatte die selbststaendige Gemeinde Erlenhain 160 Einwohner und 366 ha Land.
Kirchlich gehoerten Schweinitz und Erlenhain immer zusammen. Seit der ersten Erwaehnung einer Kirche in Schweinitz im Jahre 1335 hat es hier ununterbrochen katholisches Gemeindewesen gegeben. Die jetzige St. Hedwigskirche wurde 1749 anstelle einer frueheren Holzkirche errichtet. Der schwere schmiedeeiserne Leuchter vor dem Marienbild stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.
Der langjaehrige Seelsorger der Gemeinde, Pfarrer Klehr, wurde in den letzten Kriegsjahren durch den jungen Pfarrer Spittler abgeloest, der 1945 von den Russen erschossen wurde.
Seit der 1786 erstmals erwaehnten Schule hatte das Dorf auch immer eine katholische Schule.
Die evangelischen Dorfbewohner gehoerten zur Pfarrei Rackschuetz . Dorthin gingen die evagelischen Kinder zur Schule, bis die Konfessionsschulen aufgeloest wurden und die Schweinitzer Schule unter Lehrer Dittmann Gesamtschule wurde.
Angesichts der harten, winterlichen Verhaeltnisse fiel es den Bewohnern von Schweinitz und Erlenhain schwer, die Flucht vor den Russen anzutreten. Aus Erlenhain fuhr ein Teil des Guttrecks, etwa die Haelfte der Einwohner, bis ins Sudetenland. Aus Schweinitz fluechteten 2/3 der Bevoelkerung. Die meisten von ihnen kehrten im Sueden des Kreisgebietes bei Luessen wieder um und waren gerade wieder zu Hause, als die Haeuser von den Russen besetzt wurden. In Erlenhain gin eine Kosakeneinheit besonders brutal vor. Fast alle maennlichen Bewohner erschossen, Frauen und Kinder grausam gequaelt. Spaeter wurden die ueberlebenden Maenner und Frauen aus beiden Orten verschleppt und viele Frauen und Maedchen zu Schachtarbeiten in weit entfernte Orte abgeholt.
Nach Kriegsende kehrten die meisten Verschleppten aus Oberschlesien zurueck, von einigen hat man jedoch nie wieder gehoert.
Die gefluechteten Erlenhainer kehrten mit ihren Treckwagen zurueck. Da Rechtlosigkeit und Willkuer herrschte, wurden ihnen von den Polen die geretteten Pferde und Fahrzeuge sofort abgenommen. Hier gab es alledings keinen Pluenderungstreck mehr.
Im Herbst 1945 begann die Ansiedlung von Polenfamilien, und ab Mai 1945 erfolgte die endgueltige Vertreibung der deutschen Bevoelkerung.
Der 1. Transport kam in den Raum Rinteln, der 2. nach Wolfenbuettel und Einbeck.
EINWOHNER ERLENHAIN
Hausnr. Familienname Vorname Beruf und Anmerkungen
1 Vite Guy Bauer, Erbscholtisei Flaeche 78 ha Tel 55
2a Saft Bruno Landwirt, Dominium Flaeche 222,5 h Tel 43
2b Tonke Felix Inspektor, Inspektorhaus des Dominiums
2c Kuhstall
2d Jungviehstall
2e Pferdestall
2f Scheune
2g Traktorgarage
2h Schmiede
2i Stellmacherei
2j Scheune
2k Maschinenschuppen
2l Schweinestaelle, Kutschpferdestall, Lagerschuppen
2m Feldscheune
2n Scheune und Waagehaus
3 Nierling Alfons Bauer, Flaeche 29 ha
Nierling Agnes Auszueglerin
4 Hoffmann Karl Bauer, Flaeche 11 ha
5 Winkler Alfred Landwirt 24,5 ha
6 Paetzold Otto Bauer, Flaeche 16 ha
OTTO PAETZOLD DER 1930 DEN HOF VON SEINEM VATER GEORG UEBERNAHM.
7 Lamm Hermann Landwirt, Flaeche 6,25 ha, Gastwirtschaft+Schmiede
8 Seidel Otto Traktorfahrer
9 Gillner Paul Kutscher
10 Ziegner Richard Landwirt, Flaeche 8 ha
11 Hain Max Stellmacher, Arbeiterwohnhaus des Dominiums
Kraatz Friedrich Lohngaertner
Umberto Schmied
Liebig Kutscher
12 Wohnbaracke des Dominiums fuer Saisonarbeiter
13 Backhaus fuer die Belegschaft des Dominiums
hier wurde sonnabends Brot und Kuchen gebacken
14 Nierling Gotthard Maurer
15 Friemel Alfred Kutscher, Arbeiterwohnhaus des Dominiums
Malek Johann Kutscher
Friemel Georg Ackerkutscher
Lubig Berta Witwe
16 Kauder Ernst Ackerkutscher, Arbeiterwohnhaus des Dominiums
17 Waldera Franz Melker, Arbeiterhaus des Dominiums
































































































